Der nasse Tod
Roman über meinen Vater
Der neue Roman des japanischen Nobelpreisträgers
Ein großes Lebensrätsel treibt Kenzaburô Ôe seit Jahrzehnten um: der mysteriöse Tod seines Vaters, der im Sommer 1945 während eines mächtigen Sturms in ein Boot stieg und im Fluss unter ungeklärten Umständen umkam. In seinem Roman schickt Ôe sein Alter Ego, den Schriftsteller Kogito Choko, in sein japanisches Heimatdorf. In einem geheimnisvollen roten Lederkoffer lagern Dokumente, die ihm dabei helfen sollen, die Geschichte des Vaters zu verstehen und endlich aufzuschreiben. »Der nasse Tod« ist ein meditativer Roman über die Beziehung zum Vater, über sein Vermächtnis, über Sterblichkeit und Erinnerung – und darüber, wie das Geschichtenerzählen heilen kann.
Im wunderbar abgründigen Alterswerk des japanischen Literaturnobelpreisträgers Kenzaburo Ôe kann man sich träumend verlieren und dabei etwas über sich selbst lernen.
Warum also sollen wir Oe […] lesen? Warum gerade diesen Roman, der so anders ist als seine sonstigen Werke? Weil Oe aufrichtig, ernsthaft und klug schreibt
Dieses Buch-im-Buch-Projekt ist durchkomponiert von A bis Z und liefert eine kritische Lebensbilanz aus der subtil arrangierten Außenperspektive.
ein grandioses Alterswerk
Ein überaus komplexes und nicht leicht zu konsumierendes Spätwerk von tiefer Symbolik und Selbstironie.
Wenn man sich darauf einlässt, dann merkt man, wie kunstvoll Kenzaburo Ôe seinen Abschied vom Roman hier zelebriert.
Kenzaburô Ôe, geboren 1935 auf der Insel Shikoku, Romanistik-Studium an der Tokyo University mit einer Abschlussarbeit über Sartre. Er schrieb Essays, Geschichten und Romane. Mit 23 Jahren erhielt Ôe den renommierten Akutagawa-Preis, es folgten zahlreiche weitere Auszeichnungen – darunter 1994 der Nobelpreis für Literatur. Zu seinen wichtigsten Büchern zählen die Romane »Reißt die Knospen ab…«, »Der stumme Schrei«, »Stille Tage« und »Sayonara, meine Bücher«. In »Tagame. Berlin-Tokyo« schreibt er über seine Zeit als S. Fischer Gastprofessor in Berlin; in »Der nasse Tod« spricht er über das Trauma seines Lebens: der Tod seines Vaters 1944. Über das Zusammenleben mit seinem Sohn Hikari, der mit einer Schädelanomalie geboren wurde, berichtet er in »Licht scheint auf mein Dach. Geschichte meiner Familie«. Bis zu seinem Tod am 3. März 2023 lebte Ôe in Tokyo.
Nora Bierich, 1958 geboren, hat Philosophie und Japanologie studiert, übersetzt aus dem Japanischen und lebt in Berlin.
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- Artikel-Nr.: SW9783104901909450914