Kaffee, Kaffee
Dominanz und Unterwerfung
In einer Welt, die von der postkapitalistischen Start-up-Szene dominiert wird, trifft blindes Marktvertrauen auf die düstere Dynamik von BDSM.
Im Start-up »LoVe-App« trifft marktgetriebene Gier auf BDSM-Leidenschaft. Zwischen Büroetagen, absurden Meetings und verführerischen Abgründen entspinnt sich ein spannungsgeladener Krimi, der gesellschaftliche und wirtschaftliche Strukturen bloßlegt. Während die Protagonisten die Grenze zwischen Macht und Unterwerfung ausloten, verschwimmen die Linien zwischen ökonomischen und persönlichen Freiheiten und Ausbeutung.
Ein avantgardistisches Werk, das durch seinen experimentellen Schreibstil auffällt und die Absurditäten einer, profitgetriebenen Wirtschaft scharf ins Visier nimmt. Für alle, die den Mut haben, etwas völlig Neues zu entdecken: Ein literarisches Erlebnis, das nicht nur provoziert, sondern auch unterhält – weit entfernt von bloßer Darstellung von BDSM-Szenen, aber voller erotischer Intensität und Spannung. »Kaffee, Kaffee« ist ein Buch für die, die sich trauen, gegen den Strich zu lesen.
Hinweis
Text ohne Kapitel
Erklärungen zu BDSM
Impressum
»Espresso?«
Eine Drehung im Wasser in Richtung Stimme, ein Blinzeln gegen die Sonne und die Erkenntnis, dass er doch die bessere Aussicht hatte. Auf Augenhöhe blendend weiß lackierte Fußnägel in schwarzen High Heels Sandaletten, darüber aufsteigend, lange, goldgetönte Beine, am Schnittpunkt von einem äußerst knappen String eingefasst, kein Platz für Härchen dazwischen. Von Zeh bis Haarspitze, geschätzte 168 Zentimeter Botticelli-Figura in milk and coffee.
Unzweifelhaft regte sich was, pochte vehement auf halber Höhe gegen den Beckenrand. – War da nicht noch etwas?
Eine Gerade ist eine unendlich lange, unendlich dünne und in beide Richtungen unbegrenzte Linie. Gesellt sich nun eine zweite Gerade zur ersten parallel hinzu, also ohne diese zu schneiden, wird die erste Gerade – ob sie es will oder nicht – gleichfalls zur Parallele in Bezug auf die zweite Gerade.
Fruchtlose Gedankenspiele, die einfach den Zweck dienten ihn von dem Schoß, der gebar abzulenken, in der Hoffnung dadurch, nackt und bloß wie er gänzlich war, mit Anstand aus dem Wasser steigen zu können.
Der Kaffee hatte Klasse. Alles an ihr hatte Klasse. Es war sehr einfach, die Parallelwelten zu verlassen und sich der Realität zu widmen. Und auch dies war klasse. Die Dohlen könnten es bezeugen, hätten sie nichts Besseres zu tun gehabt.
»Französisch, vietnamesisch, schwarz Americano, meine Mischung.« Sie hatte halblaut mit weichem französischen Akzent vor sich hingesprochen, während sie nebeneinanderlagen, erschöpft vom Liebesspiel. Seine Finger glitten erneut über ihren Körper, sanft, verfingen sich in ihrem krausen Haar, umspannten ihren schlanken Hals. Sie reckte den Kopf nach hinten, seine Hand folgte ihrer Bewegung, verstärkte den Druck, die Spannung ihres Körpers vergrößernd. Die andere Hand verlor sich zwischen ihren Beinen, glitt hinein in die Nässe, tief. Ihr Körper bäumte sich auf, wand sich unter seinen Händen. Er lockerte den Griff um ihren Hals, fürchtete, die Kontrolle zu verlieren. Ihre Hand umschloss die seinige und drückte sie erneut an den Hals. »Fester!« Sie keuchte, Spasmen durchzuckten sie, umklammerten in Wellen seine Finger in ihrer Möse. Er stieß zu, den Widerstand überwindend, einen weiteren Finger einzwängend, während sie aufschrie und er den Schrei auf ihren Lippen erstickte, bis nur noch ein Röcheln zu hören war. Sie zitterte hemmungslos, spie seine Finger aus, ein weiter Strahl folgte, nässte seine Hand, den Arm, seine Beine. Er ließ von ihr ab, während ihr Körper nach wie vor bebte.
»Say never latte macchiato!« Sie hatte sich aufgerichtet, das Weiche in ihrer Stimme war verschwunden.
»Hatte nie die Absicht.«
Jetzt lächelte sie. »Espresso?«
Henrik S. ist ein Autor, der gleichermaßen von der Welt der Start-ups wie auch von der Tiefe menschlicher Beziehungen fasziniert ist. Einst selbst Teil der pulsierenden, von Kaffeekultur und Pitch-Meetings geprägten Start-up-Szene, kennt er die Dynamiken von Wachstum, Macht und Kontrolle aus erster Hand. Doch seine wahre Leidenschaft gilt den vielschichtigen Facetten von BDSM, die er als Spiegel menschlicher Sehnsüchte, Grenzen und Machtstrukturen betrachtet.
In seinen Werken verbindet Henrik S. diese beiden Welten – die postkapitalistische Realität und die intime Welt von Dominanz und Hingabe – zu einer unverwechselbaren literarischen Stimme. Mit einem experimentellen Schreibstil wagt er sich an Themen, die gleichermaßen provozieren und unterhalten.
In einer Welt, die von der postkapitalistischen Start-up-Szene dominiert wird, trifft blindes Marktvertrauen auf die düstere Dynamik von BDSM.
Im Start-up »LoVe-App« trifft marktgetriebene Gier auf BDSM-Leidenschaft. Zwischen Büroetagen, absurden Meetings und verführerischen Abgründen entspinnt sich ein spannungsgeladener Krimi, der gesellschaftliche und wirtschaftliche Strukturen bloßlegt. Während die Protagonisten die Grenze zwischen Macht und Unterwerfung ausloten, verschwimmen die Linien zwischen ökonomischen und persönlichen Freiheiten und Ausbeutung.
Ein avantgardistisches Werk, das durch seinen experimentellen Schreibstil auffällt und die Absurditäten einer, profitgetriebenen Wirtschaft scharf ins Visier nimmt. Für alle, die den Mut haben, etwas völlig Neues zu entdecken: Ein literarisches Erlebnis, das nicht nur provoziert, sondern auch unterhält – weit entfernt von bloßer Darstellung von BDSM-Szenen, aber voller erotischer Intensität und Spannung. »Kaffee, Kaffee« ist ein Buch für die, die sich trauen, gegen den Strich zu lesen.
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- Artikel-Nr.: SW9783966150354458270
- Artikelnummer SW9783966150354458270
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Autor
Henrik S.
- Verlag Schwarze-Zeilen Verlag
- Seitenzahl 217
- Veröffentlichung 12.12.2024
- ISBN 9783966150354