Erinnerungskultur im Wandel

Neue Herausforderungen und Wege des Lernens und Arbeitens in Gedenkstätten

Dieses Buch spiegelt die aktuelle Debatte zur Erinnerungskultur über neue Herausforderungen des Umgangs mit den NS-Verbrechen in einer multiethnischen und multikulturellen Gesellschaft mit völlig unterschiedlichen historischen Narrativen und Gewalterfahrungen in den Herkunftsfamilien. Hinzu kommen der demografisch begründete Verlust der Zeitzeug*innen, die Infragestellung der bisher weithin konsensualen Erinnerungskultur durch rechtsextremistische und autoritär-antidemokratische Tendenzen bis hin zu gewaltsamen Ausschreitungen insbesondere gegen jüdische Einrichtungen und Gedenkstätten. Damit sowie mit Chancen und Grenzen neuer virtueller Formen der... alles anzeigen expand_more

Dieses Buch spiegelt die aktuelle Debatte zur Erinnerungskultur über neue Herausforderungen des Umgangs mit den NS-Verbrechen in einer multiethnischen und multikulturellen Gesellschaft mit völlig unterschiedlichen historischen Narrativen und Gewalterfahrungen in den Herkunftsfamilien. Hinzu kommen der demografisch begründete Verlust der Zeitzeug*innen, die Infragestellung der bisher weithin konsensualen Erinnerungskultur durch rechtsextremistische und autoritär-antidemokratische Tendenzen bis hin zu gewaltsamen Ausschreitungen insbesondere gegen jüdische Einrichtungen und Gedenkstätten. Damit sowie mit Chancen und Grenzen neuer virtueller Formen der Vermittlung der NS- und Holocaust-Geschichte befassen sich die Beiträge dieses Bandes.



Hans Berkessel

Jahrgang 1955; StD i. R., Historiker und Pädagoge; Studium der Fächer Germanistik, Geschichte, Politikwissenschaft und Publizistik an der Universität Mainz; bis 2015 Lehrer und Regionaler Fachberater Geschichte Rheinhessen; Vorsitzender des Instituts für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz mit den Arbeitsschwerpunkten Demokratiegeschichte und jüdische Geschichte; Herausgeber und Autor zahlreicher Aufsätze und didaktischer Beiträge zur Zeitgeschichte, zur politischen Bildung und zur Schulentwicklung (Demokratiepädagogik). Mitherausgeber, Autor und Redakteur der IGL-Reihen Beiträge zur Geschichte der Juden in Rheinland-Pfalz und Mainzer Beiträge zur Demokratiegeschichte, der Mainzer Geschichtsblätter, des Jahrbuchs für Demokratiepädagogik und der HdE-Reihe Erinnerungskultur und Demokratie; Mitbegründer und Vorsitzender der Stiftung Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz Mainz; 2016 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.



Cornelia Dold

Jahrgang 1991; Dr. phil., Historikerin und Pädagogin, Studium der Fächer Geschichte, Deutsch und Politik für das Lehramt an Gymnasien an der Universität Mainz; 2015 bis 2019 pädagogische Mitarbeiterin in der Gedenkstätte KZ Osthofen; 2019 Promotion zum Thema Außerschulische Lernorte neu entdeckt. Feldstudien in der Gedenkstätte KZ Osthofen zur Förderung tiefgreifender Lernprozesse durch "aktivierte Rundgänge" mit selbstreguliertem Lernen und Fachsprachentraining; seit April 2019 Leiterin des "Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz Mainz"; seit Dezember 2019 Mitglied des Sprecher*innenrates der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit in Rheinland-Pfalz; seit Januar 2022 stellvertretende Vorsitzende des Vereins für Sozialgeschichte Mainz e.V.



Stefanie Hubig

Grußwort der Staatsministerin für Bildung des Landes Rheinland-Pfalz



Nino Haase

Grußwort des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt Mainz



Hans Berkessel und Cornelia Dold

"Erziehung nach Auschwitz" heute – zur Einführung



Thomas Lutz

The Times They Are A-Chang' (ing) – Gedenkstätten für NS-Opfer im Wandel der Zeit



Josef Schuster

Erinnerungskultur heute. Ein Auftrag für die Zukunft



Walter Rummel und Thomas Wimmer

Resilienz gegen Rechtsextremismus. Demokratisch-rechtsstaatliche Wertekompetenz und Menschenrechtsbildung in der Ausbildung der Polizei

Elke Gryglewski

Gedenkstätten(bildungs)arbeit in Zeiten politischer Radikalisierung



Henrik Drechsler

"Musik sagt so viel mehr, als Worte jemals tun werden und hat uns als Menschen geprägt." – das Projekt "Lebensmelodien" im Kontext einer Gedenkstättenfahrt



Diana Kail und Andreas Pflock

(Be)-Greifbar!? Konstruktivistisches Lernen mit biografischen Koffern im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma



Thomas Altmeyer

Der Geschichtsort Adlerwerke: Fabrik, Zwangsarbeit, Konzentrationslager



Mona Brandt

Spielerisches Erinnern – Computer- und Videospiele zur Vermittlung der NS-Vergangenheit



Cornelia Dold und Frank Teske

"Ich dachte nicht daran, dass ich meine Eltern vielleicht nicht wiedersehen würde." – Videointerviews der Shoah Foundation mit Mainzer Zeitzeug*innen



Barbara Trottnow

Visiting the Past – Von New York nach Essenheim: Ein Dokumentarfilm über die Spurensuche einer Zweitzeugin



Peter E. Kalb und Hans Berkessel

"Niemand kann mehr sagen, Auschwitz sei eine Lüge!" Zeitzeugenschaft und erinnerungskulturelles Engagement – ein Gespräch mit Peter E. Kalb



Bernward Debus

"Es hat in mir etwas verändert und zwar etwas ganz Grundlegendes"



Cornelia Dold

"Ein Mensch, der sehr viel Haltung und Stärke in sich trägt" – Würdigung Reiner Engelmanns für seine außergewöhnliche Erinnerungsarbeit



Abbildungs-, Quellen- und Literaturverzeichnis



Kurzbiografien der Autor*innen und Herausgeber*innen

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Weiterführende Links zu "Erinnerungskultur im Wandel"

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